"Carl-Strehl-Plakette zeigt das Profil Carl Strehls und ist mit Geburts- und Sterbetag versehen. Sie zeigt zudem die Abkürzungen beider Einrichtungen, des VBGD (heute DVBS) und der Deutschen Blindenstudienanstalt.

Vor über 50 Jahren haben die blista und der DVBS gemeinsam die Carl-Strehl-Plakette gestiftet. Sie soll an den Mitbegründer beider Institutionen erinnern, der diese ein halbes Jahrhundert lang geleitet hat.

Mit der Carl-Strehl-Plakette werden Persönlichkeiten geehrt, die ganz besondere Verdienste um Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung erworben haben. Die Auszeichnung ist nicht dotiert. Sie soll laut Vergabeordnung "ihren Wert vielmehr durch die sorgfältige Auswahl der zu Ehrenden erhalten“ .

Ausgezeichnete Persönlichkeiten und Laudationes

  1. Prof. Dr. Bruno Schultz, Berlin, 1974, "Im Rahmen des Weltkongresses der Internationalen Föderation der Blinden wurde am 26. Juli 1974 an Herrn Prof. Bruno Schultz, Berlin, erstmals die Carl-Strehl-Plakette verliehen ..." Prof. Heinrich Scholler würdigte das Lebenswerk von Prof. Bruno Schultz, einem lebenslangen Freund Carl Strehls (s. horus 1/1975, S. 30).
  2. Dr. phil. Friedrich Mittelsten Scheid, Marburg, 1975, im Rahmen der Mitgliederversammlung der blista.
  3. Dr. phil. Emil Freund, Marburg und
  4. Dr. jur. Gerd Bucerius, Hamburg, beide 1976 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum von blista und DVBS.
  5. Hans Mohl, Mainz, 1979. Dem Initiator und Leiter der Aktion Sorgenkind wurde die Carl-Strehl-Plakette im Rahmen einer kleinen Feierstundeverliehen.
  6. Prof. Dr. Helmut Werner, Bonn, 1985, im Rahmen eines Empfangs, den der DVBS im Bürgerhaus in Marburg-Cappel für die Teilnehmenden des europäischen Seminars über Reliefstadtpläne für blinde Menschen gab.
  7. Dr. Felix Brandt, Neuöttingen, 1990. Anläßlich der Mitgliederversammlung des DVBS am 6. Oktober 1990 würdigte man die großen Verdienste, die der Münchner Augenarzt Dr. Felix Brandt um die Verhütung von Blindheit in den Ländern der Dritten Welt und insbesondere um die medizinische Versorgung blinder Menschen in Nepal erworben hat.
  8. Dr. med. Fritz Georg, Bad Rothenfelde. Beim Festakt zum 75-jährigen Bestehen beider Vereine wurde am 21. Juli 1991 in der Aula der "Alten Universität" der bedeutende Förderer von blista und DVBS ausgezeichnet.
  9. Dr. Annelise Liebe, Berlin, 1994. Die "Grande Dame des deutschen Blindenwesens", die Musikwissenschaftlerin Dr. Annelise Liebe, wurde für den Aufbau der Seniorenarbeit und die jahrelange Leitung der Fachgruppe "Ruhestand" im DVBS ausgezeichnet.
  10. Dr. Hans-Eugen Schulze, Karlsruhe, 2002, hat nicht nur im Beruf Herausragendes geleistet; er hat "vor allem auf vorbildliche Weise seine Kenntnisse und Fähigkeiten sowie sein im Berufsleben erworbenes Ansehen unermüdlich und mit großem Erfolg genutzt, um Blinden und Sehbehinderten im In- und Ausland zu helfen, wo immer er konnte".
  11. Mieczyslaw Kozlowski, Krakau, 2005. Zwei Laudationes hielten Hans Junker, Lehrer an der Carl-Strehl-Schule, und sein Vorgänger, Dr. Hans-Eugen Schulze (s.o.).
  12. Dr. Otto Hauck, Marburg. Rund 70 Gäste nahmen am 15. November 2013 an der Feierstunde in der Aula der blista teil. Zum Auftakt sang der DVBS-Chor unter der Leitung von Rainer Husel "My Way" von Frank Sinatra, ein Lieblingslied des Geehrten. Ulrich Mayer-Uhma (Klavier) und Wilfried Laufenberg (Querflöte) unterhielten die Gäste anschließend mit Stücken von Bach und Pergolesi.
  13. Bea Fischer und
  14. Jochen Fischer
  15. Pamela Cory und
  16. Dennis Cory, Hamburg, alle 2016, im Rahmen der Mitgliederversammlung des DVBS.
  17. Dr. Matthias Weström, Marburg, 2017, im Rahmen der 81. Mitgliederversammlung der blista.
  18. Prof. Dr. Wolfgang Seitter, Marburg, 2019, im Rahmen der 83. Mitgliederversammlung der blista.