„Das Schönste ist, wenn alle Segel im Sonnenschein oben sind!“
Wie die blista-Tradition es mit sich bringt, gab es auch im letzten Schuljahr einen Sportkurs „Windsurfen & Rollen/Gleiten/ Balancieren“. Dieser bestand aus sechs Schüler*innen der Jahrgangsstufe 12, die alle das Ziel verfolgten, am Ende des Schuljahres den Edersee mit einem Surfbrett zu bezwingen und den Windsurfgrundschein zu erhalten.
Da die warme Jahreszeit zu Beginn des Schuljahres leider zu kurz war, ging es erstmal darum, sich an Aktivitäten auf einem See und die Sportart zu gewöhnen, die für einige auch noch äußerst ungewohnt war. Das haben wir mit Stand-Up-Paddling und Wasserskifahren getan. Für den ersten Tag und dann auch immer fürs Windsurfen sind wir an den Niederwälder See gefahren und haben ihn in seiner kompletten Fläche ausgenutzt!
Zwischen den Herbstferien und den Weihnachtsferien ging es dann darum, sich Skills für das Windsurfen in der Sporthalle anzueignen. Sei es das Gleichgewicht halten, während man gleitet beim Schlittschuhfahren, das Rollen mit Inlinern oder das Ausbalancieren auf einem Einrad – alles war dabei, was einem auf dem Surfbrett helfen kann.
Das Besondere in diesem Schuljahr: Es fand eine Kooperation zwischen unserem blista-Sportkurs und dem Sportkurs von Frau Benenson an der Elisabethschule statt. An zwei Terminen haben uns die Schüler*innen auf dem Campus besucht, einmal waren wir zusammen Schlittschuhfahren und ein letztes Mal wurden wir sogar am See in Niederwald besucht. Es war ein sehr bereichernder Austausch für beide Seiten, auch wenn es beim nächsten Mal gerne noch mehr gemeinsame Termine geben darf!
Gewappnet mit den oben beschriebenen Fähigkeiten ging es nach der Winterpause auf das Surfbrett. Dabei wurden wir immer 1:1 betreut, damit individuelle Unsicherheiten schnell behoben werden konnten und große Fortschritte garantiert waren. Neben Herrn Arnold und Herrn Berland, den Kursleitern, wurden wir von weiteren Studentinnen unterstützt. Manche von uns sind erst einmal mit einem sogenannten Tandem gestartet, auf dem die Begleitung mitsteht und auch die Lenkung übernimmt. Andere konnten jedoch sofort ein „Mono“ nutzen, um hin- und herzufahren. Natürlich immer mit Stürzen ins Wasser – aber das macht den Sport so toll!
Als dann alle ziemlich sicher auf dem Brett standen, ging es darum, ganz spezielle Techniken zu erlernen – in Theorie und in Praxis. Sei es eine Wende oder das typische „Anluven“ (in Richtung des Windes lenken) oder „Abfallen“ (weg vom Wind fahren); es war alles dabei, was man auf dem Wasser brauchen kann.
Genauso wie beim Autofahren gibt es auch beim Windsurfen Vorfahrtsregeln, die man lernen und anwenden muss. Was diesen Sport aber besonders spannend macht: Er ist nie gleich! Die größte Variable, die alles verändern kann und auf die man keinen Einfluss hat, ist das Wetter und insbesondere der Wind.
Neben dem Wind gibt es noch weitere veränderbare Faktoren beim Surfen: die Art des Brettes oder die Segelgröße. Zum Abschluss des Schuljahres ging es dann für die Gruppe an den Edersee nach Fürstental. Dort haben wir die letzte Schulwoche miteinander verbracht und konnten jeden Tag Windsurfen. Zusätzlich haben wir vor Ort unsere Theorieprüfung für den Windsurfgrundschein abgelegt und alle haben bestanden! Auch das Miteinander war sehr schön, da wir zusammen das Essen vorbereitet haben und auch als Schüler*innen spülen mussten, was (natürlich) auch mal anstrengend war. Das Ambiente am See war jedoch unschlagbar und alles in allem war es eher ein Kurzurlaub als eine Kursfahrt! Das Einzige, was es etwas eingeschränkt hat, war der wenig vorhandene Wind. Aber genau diese Abhängigkeit vom Wind macht diesen Sport zur Natursportart, und das sprach mich auch immer am meisten an. Die Verbindung mit dem Wasser über das Brett, die Sonne im Gesicht und der Wind machen dich schneller – einfach schön und total entspannend. Das muss generell zum Sportkurs gesagt werden: Es hat sich nie wie Unterricht angefühlt, sondern eher wie „mal abschalten“. Natürlich ist es manchmal unpassend oder sehr zeiteinnehmend, von 15:30 Uhr bis ca. 20 Uhr unterwegs zu sein, aber man hat diese Gelegenheit extrem selten, und die Zeit wurde uns auch versüßt, da immer ein Kursmitglied Kuchen für alle mitgebracht hat, was immer nochmal extra Energie gegeben und den Hunger gestillt hat.