Mittelstufenschüler*innen erleben MINT-Angebote an der CSS

Dr. Tobias Mahnke

Kompetenzen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) stellen einen Grundpfeiler zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zukunft dar. In Mittelhessen gibt es dazu vielfältige Förder- und Mitmachangebote, bei denen sich unter anderem das Chemikum in Marburg, das Mathematikum in Gießen, die Technische Hochschule Mittelhessen, die Universitäten in Marburg und Gießen sowie die Schulen der Region untereinander vernetzen. Natürlich ist auch die Carl- Strehl-Schule (CSS) mit von der Partie.

Doch was genau verbirgt sich nun hinter MINTmit? Der Förderschwerpunkt Sehen bringt es mit sich, dass übliche Visualisierungen und Simulationen nichtoder nur eingeschränkt im Unterricht eingesetzt werden können. Also MINT mit Einschränkungen? Das Gegenteil ist der Fall: Engagierte Kolleg*innen haben in den letzten Jahren vielfältige Methoden und einen großen Materialpool entwickelt, sodass die schulischen Anforderungen in diesem Bereich sehr gut erfüllt werden können. Also MINT mit Engagement? Das auf jeden Fall! Und so haben wir, Debora Debes, Lisa Magel und Dr. Tobias Mahnke, auch nicht lange überlegt, als das MINT-Netzwerk Mittelhessen zu den MINTmit-Tagen im Mai aufrief und luden Schüler*innen anderer Schulen ein, unsere Materialien und Zugänge zu den Inhalten kennen zu lernen und praktisch auszuprobieren.

Eine Schülerin sitzt an einem Tisch, darauf ein Gallus-Brett. Darin ist eine Folie eingespannt. Auf der Folie sieht man Schrift, einen Kreis sowie ein Quadrat eingeprägt. Die Schülerin hält in der rechten Hand einen Griffel, mit der linken fährt sie über
Zwei Schüler sitzen vor einem Tisch, vor ihnen steht ein Experimentiertablett. Auf dem Tablett steht ein Reagenzglasständer mit Reagenzgläsern, ein Erlenmeyerkolben mit einer lila Flüssigkeit sowie eine Tüte Kaisernatron. Ein Schüler hat eine Augenbinde a

So kam es, dass am 27.05. und 03.06. jeweils eine Gruppe der Jahrgangsstufe 7 aus Driedorf (Westerwald) bzw. Weilburg den Weg zu uns fand und sich zunächst der Herausforderung stellten, eine Grafik auf Schwellpapier unter der Augenbinde zu erkennen. Weiter ging es in drei Kleingruppen zu den Aspekten Punktschrift und Möglichkeiten der Abbildungsgestaltung (Hr. Dr. Mahnke), Mathematik (Fr. Debes) und Chemie/ Biologie (Fr. Magel). Es wurde experimentiert, gelesen und geschrieben, gezeichnet und gelegt. Großartig war die Bereitschaft vieler Schüler*innen, sich auch bei diesen Angeboten darauf einzulassen, die Augenbinde nicht abzusetzen.

Wer einmal unter der Augenbinde gezeichnet hat, weiß, wie schwierig das ist: Wie dick muss die Linie sein, damit sie fühlbar ist? Wo lege ich das Material hin, damit ich es auch wiederfinde? Und wo auf dem Blatt ist dieses doofe Quadrat, das ich gerade gezeichnet habe? Ganz beliebt waren auch die Wikki-Stix, für die sich die Lehrkräfte der anderen Schule direkt interessiert haben. Wikki-Stix sind klebrige bewegliche Schnüre, mit denen man z.B. schnell mal eine Funktion oder ein Dreieck legen kann. Auch hier zeigt sich, dass barrierefreies Material für alle Kinder gewinnbringend sein kann (und die Kinder einen Wahnsinnsspaß daran hatten!).

Ein Schüler sitzt an einem Tisch, darauf ein Blatt mit einem Koordinatensystem, erster Quadrant. Die Fläche des Quadranten ist mit einem Punktraster ausgefüllt. Der Schüler legt mit zwei Wikki-Sticks ein Labyrinth. Davor liegt ein weiteres Blatt, auf dem

Unterstützt wurde das Lehrer*innenteam noch durch die Schüler*innen Antonin, Frieda und Enie, sodass ein reger Austausch auch auf Schüler*innenebene stattfand. MINTmit also ganz klar: MINT miteinander erleben! Ein großer Dank geht an die Schulleitung, die uns in der Ausführung der beiden Tage unterstützte! Weiterhin sei der Reinhard-Frank-Stiftung gedankt, die die Mittel zur Entwicklung von MINT-Material im Rahmen des MuLI-Projekts zur Verfügung stellt.

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