Der MakerSpace bereichert den inklusiven blistaCampus

Melanie Grzimbke

Neugierige Blicke auf den ersten 3-D-Druck, konzentrierte Gesichter beim Programmieren eines Ozobots und begeisterte Besucher*innen, die beim Sommerfest den neuen Maker- Space erkundeten – schon nach wenigen Wochen ist spürbar: Hier ist ein besonderer Lernort entstanden.

Blick über die Schulter einer Schülerin: sie hat einen 3-D-Druck-Stifit in der Hand und erzeugt damit auf einer grünen Bastelunterlage ein quadratisches Gebilde. Daneben liegt buntes Filament.

Mit dem neuen MakerSpace erweitert der blistaCampus sein Bildungsangebot um einen modernen Lern- und Gestaltungsraum im Gebäude der Montessori-Schule Marburg (MSM). Hier treffen Kreativität, Technik und handlungsorientiertes Lernen aufeinander. Schüler*innen entwickeln eigene Ideen, experimentieren, konstruieren, programmieren und gestalten – ganz im Sinne des Grundsatzes „Lernen durch Tun“. Möglich wurde dieses Projekt durch eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms "Zukunft Mitgemacht", einer Kooperation von ROSSMANN, Procter & Gamble und dem Deutschen Kinderhilfswerk. Dank dieser Unterstützung konnte in Zusammenarbeit mit der Bildungsinitiative #wirfürschule auf dem blistaCampus eine Lernumgebung geschaffen werden, die digitale Technologien mit kreativem Arbeiten verbindet und den Unterricht nachhaltig bereichert. Der MakerSpace eröffnet Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten, Zukunftskompetenzen praxisnah zu entwickeln und sich auf die Anforderungen einer zunehmend digitalen Welt vorzubereiten.

Auf einem Tisch fährt ein kleiner Ozobot über eine auf Papier gezeichnete Linie.

Dabei ist der MakerSpace weit mehr als ein Raum mit moderner Technik. Er versteht sich als offenes Lernlabor, in dem Ideen wachsen dürfen. Von der ersten Skizze bis zum fertigen Produkt erleben die Schüler*innen den gesamten Entwicklungsprozess. Sie planen, testen, verbessern und präsentieren ihre Ergebnisse. Gleichzeitig erwerben sie Kompetenzen, die weit über technisches Wissen hinausgehen: Kreativität, Problemlösefähigkeit, Teamarbeit, Ausdauer, Medienkompetenz und eigenverantwortliches Handeln.

Bereits die jüngeren Kinder sammeln mit dem 3-Doodler erste Erfahrungen im dreidimensionalen Gestalten. Durch das Zeichnen im Raum entwickeln sie räumliches Vorstellungsvermögen und wichtige Vorkenntnisse für die spätere Arbeit mit digitaler 3-D-Modellierung und dem 3-D-Druck.

Eine Schülerin hält einer Karte in der Hand, mit der man die Ozobots programmieren kann.

Auch die ersten Projekte im Bereich 3-D-Druck sind bereits erfolgreich angelaufen. Die Schüler*innen entwerfen erste Modelle, lernen Grundlagen der digitalen Konstruktion kennen und erleben, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein reales Objekt entsteht. Gerade diese unmittelbaren Erfolgserlebnisse fördern Motivation, Experimentierfreude und die Bereitschaft, eigene Lösungswege zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt entwickelt sich derzeit im Bereich Robotik und Programmierung. Mit Ozobots und dem Calliope mini sammeln die Kinder und Jugendlichen erste Erfahrungen im Programmieren. Spielerisch entdecken sie logische Zusammenhänge, entwickeln kleine Programme und erleben unmittelbar, wie ihre Eingaben Bewegungen und Aktionen auslösen. So entstehen auf motivierende Weise Grundlagen des informatischen Denkens. Ebenso sind bereits die ersten Projekte in der Film- und Medienproduktion gestartet. Gemeinsam entwickeln die Schüler*innen Ideen, schreiben kleine Drehbücher, planen Aufnahmen und lernen den Weg von der Aufnahme bis zur digitalen Bearbeitung kennen. Dabei übernimmt jedes Kind unterschiedliche Aufgaben – vor oder hinter der Kamera, beim Filmen, Schneiden oder Präsentieren. So entstehen erste Medienprojekte, bei denen Kreativität, Organisation und Teamarbeit gleichermaßen gefragt sind. Perspektivisch soll dieser Bereich mit moderner Kamera- und Audiotechnik sowie kreativen Möglichkeiten wie der Green-Screen-Technologie weiter ausgebaut werden. Dass der MakerSpace bereits im Schulalltag angekommen ist, zeigte sich auch beim Sommerfest. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, den neuen Lernraum kennenzulernen, erste Projekte zu entdecken und mit Schüler*innen sowie Lehrkräften ins Gespräch zu kommen. Die Begeisterung war spürbar – nicht nur für die technische Ausstattung, sondern vor allem für die vielfältigen Möglichkeiten, die dieser Raum für gemeinsames Lernen eröffnet. Der MakerSpace ist als langfristiger Bestandteil der Schulentwicklung am blistaCampus angelegt. Künftig werden weitere Projekte entstehen, neue Arbeitsbereiche aufgebaut und die Angebote zunehmend fächerübergreifend in den Unterricht integriert. Gleichzeitig bietet der MakerSpace Raum für jahrgangsübergreifende Zusammenarbeit, projektorientiertes Lernen und die Verbindung von Technik, Nachhaltigkeit, Kreativität und Medienbildung. Dabei profitieren auch Schüler*innen mit Sehbeeinträchtigung von einem inklusiv gedachten Lernkonzept, das Barrierefreiheit und gemeinsames Arbeiten selbstverständlich miteinander verbindet.

Logo wirfuerschule
Logo Zukunft Mitgemacht

Mit dem MakerSpace stärkt der blista- Campus sein Profil als innovativer Bildungsstandort und schafft einen Lernort, an dem Kinder und Jugendliche ihre Talente entdecken und Zukunft aktiv mitgestalten können. Der herzliche Dank gilt der Initiative „Zukunft mitgemacht!“, den Förderpartnern sowie allen Beteiligten, die dieses Projekt ermöglicht haben.

Schon heute zeigt sich: Der MakerSpace ist weit mehr als ein Raum mit moderner Technik. Er ist ein Ort voller Ideen, Entdeckergeist und gemeinsamer Erfolgserlebnisse – ein Ort, an dem Lernen begeistert und Zukunft entsteht. Mit freundlicher Unterstützung

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